Tag 8: Die letzten Kilometer

Ähnlich wie in den letzten Tagen begannen wir mit einem kleinen Frühstück in der Unterkunft. Diesmal gab es jedoch kein Buffet, sondern einen vorbereiteten Tisch mit Brötchen, Käse, Wurst, etwas Butter und Marmelade, sowie geschnittener Melone und Rührei. Weniger genossen haben wir den aufgebrühten Kaffee, der diesmal extrem stark war und nicht besonders gut schmeckte. Generell schienen hier nur wenige Gäste die Frühstücksoption zu wählen. Anschließend ging es an das Zusammenpacken der Rucksäcke, die wir heute schon so vorbereiten wollten, dass wir später noch Schwimmen gehen könnten und auch am Flughafen nicht alles neu zu packen hätten. Kurz nach 10 Uhr checkten wir im Hotel aus und begaben uns auf die letzte Etappe. Es begann der Abstieg über die Straßen und durch die schmalen Gassen Gaulas in Richtung des Meeres. Unser Plan war es zunächst auf Meereshöhe abzusteigen und anschließend entlang der Küste Richtung Flughafen wandern. Uns erwarteten die typischen Wege, die wir bereits aus vielen anderen Orten hier auf der Insel kannten, schmale Gassen mit vielen Treppenstufen und steil abfallende Straßen. Letztendlich überquerten wir die Autobahn-ähnliche Schnellstraße nahe der Küste und bogen danach Richtung Norden ab, vorbei an einem Wasserpark, der den Beginn des Ortes Santa Cruz definierte. Im Vorfeld hatten wir die Strecke bereits so geplant, dass wir bei Santa Cruz im Atlantik baden würden. Direkt neben dem Hafenbecken der Stadt gab es einen kleinen geschützten Steinstrand. Dort gab es sogar Holzplatten auf die wir unsere Rucksäcke und Klamotten ablegen konnten. Andere Einheimische waren hier bereits am Schwimmen und nutzten diese Holzplatten genauso. Zügig hatten wir unsere Wander-Klamotten gegen Badehosen und Wasserschuhe ausgetauscht und wateten langsam ins Meer. Zunächst erschien das Wasser typisch kalt, wurde aber schnell angenehm.






Nach dem Plantschen im flachen Meerwasser konnten wir uns zum Glück auch direkt an einer freistehenden Dusche das Salzwasser abwaschen und ließen uns und unsere Sachen langsam im Liegen auf den Holzplatten trocknen. Da wir kurz vor dem Eindösen waren, blieben wir nicht allzu lang dort liegen und befestigten die noch feuchten Sachen außen an unseren Rucksäcken. Die pralle Sonne würde zügig dafür sorgen, dass sie so trocken werden würden. Nun ging es weiter entlang des Hafenbeckens bis ins Ortszentrum von Santa Cruz. Auf dem Weg überquerten wir einen kleinen, fast ausgetrockneten, Fluß in dem wir eine Entenfamilie beobachteten. Direkt dahinter begann die Altstadt des ehemaligen Fischerdorfes. Wir schauten uns von außen einige Lokale an und entschieden uns für die Taberna Pesticio, weil dort auch die meisten Besucher saßen und dies hier meist ein gutes Anzeichen ist. Wir aßen nochmal das typische Brot Madeiras … und tranken ein letztes lokales Bier. Nun ging es noch kurz in den Supermarkt um etwas zu trinken zu kaufen und anschließend schon auf den Weg zum Flughafen. Wir folgten dazu weiter dem Weg an der Küste, der sich hier direkt unterhalb des Flughafens entlang windet. Die Einwohner nutzen diese teils spektakuläre Aussicht ebenfalls und baden direkt unterhalb der Einflugschneise. Am Flughafen begann das typische Warten. Erst an der Gepäckabgabe, dann bei der Security und schließlich beim Boarding. Ungünstigerweise flogen 2 Condor-Flüge (Düsseldorf und Frankfurt) kurz nacheinander von hier ab, so dass sich die Passagiere beider Flüge hier drängten. Endlich im Flugzeug angekommen, warteten wir nochmal 20 Minuten auf den uns zugeteilten Slot zum Abheben und verließen schließlich die Insel mit einer Menge schöner Erinnerungen und sind uns sicher, dass wir früher oder später noch einmal hierher zurückkehren werden.








Tagesstrecke: 8,1 Kilometer mit 110 Höhrnmetern
Gesamtstrecke: ca. 105 Kilometer mit mehreren 1.000 Höhenmetern
Damit endet der Blog für diese Reise und ich bedanke mich bei Allen die diesen aufmerksam verfolgt haben. Ich hoffe es hat euch genauso viel Spaß gemacht wie uns, die Insel Madeira zu erkunden.
Euer Jürgen

